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Vitamin E

Ein Multifunktionaler Akteur für Zellgesundheit und Immunsystem

Vitamin E, eine fettlösliche Verbindung aus der Gruppe der Vitamine, spielt eine essenzielle Rolle im menschlichen Körper. Seine breite Palette von Funktionen erstreckt sich über die Erhaltung der Zellmembranintegrität bis zur Bekämpfung von oxidativem Stress. Diese Schlüsselrolle macht Vitamin E zu einem bedeutenden Nährstoff für die Förderung der Gesundheit und die Prävention von Krankheiten.

Vitamin E, auch als Tocopherol bekannt, ist eine fettlösliche Substanz, die in verschiedenen Formen (Alpha-, Beta-, Gamma- und Delta-Tocopherol) vorkommt. Seine Hauptaufgabe besteht in der antioxidativen Abwehr, indem es Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützt. Dieser Schutzmechanismus spielt eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung von Zellalterung und verschiedenen Krankheiten.

Wirkungen und Funktionen

Immunsystem und Abwehrkräfte:

Vitamin E ist ein Schlüsselspieler bei der Stärkung des Immunsystems. Es trägt zur Produktion von Antikörpern bei und unterstützt den Körper bei der Abwehr von Infektionen. Durch die Hemmung der Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen kann Vitamin E auch Entzündungen reduzieren.

Oxidativer Stress und Mitochondrien:

Die antioxidativen Eigenschaften von Vitamin E erstrecken sich auf die Mitochondrien, die Energiekraftwerke der Zellen. Durch die Regulierung der Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und reaktiven Stickstoffspezies (RNS) trägt Vitamin E zur Aufrechterhaltung der Mitochondrienfunktion und zur Reduzierung von oxidativem Stress bei.

Haare, Nägel, Sehkraft und Bindegewebebildung:

Vitamin E wirkt sich positiv auf das äussere Erscheinungsbild aus, indem es Haare und Nägel stärkt. Zudem unterstützt es die Sehkraft, indem es die Bildung von Retinol-bindendem Protein fördert. Auch die Bindegewebebildung profitiert von Vitamin E, was für die Hautgesundheit und die Stabilität der inneren Organe von Bedeutung ist.

Wissenswertes

Die Quellen von Vitamin E sind vielfältig und umfassen pflanzliche Öle (wie Weizenkeimöl), Nüsse, Samen, grünes Blattgemüse und Eigelb. Vitamin E schützt mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFAs) vor Oxidation in Zellmembranen, reguliert die Produktion von ROS und RNS und beeinflusst die Signalübertragung in Zellen.

Mögliche Nebenwirkungen

Die Einhaltung der empfohlenen Tagesdosierung minimiert das Risiko von Nebenwirkungen. In seltenen Fällen können jedoch Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, Muskelschwäche, Schwindel und Kopfschmerzen auftreten.

Quelle
 Letztes Update: Dezember 2023

  • Biesalski, H.-K., Schrezenmeir, J., Weber, P., Weiß, H.: «Vitamine». Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 1997.
  • G. Y. Lee, S. N. Han: “The Role of Vitamin E in Immunity”. Pubmed, Nutrients, 2018.
  • Lee , G., & Han, S. (2018). The Role of Vitamin E in Immunity. (Pubmed, Hrsg.)
  • Miyazawa , T., Burdeos , G., Nakagawa , K., Itaya , M., & Miyazawa, T. (2019). Vitamin E: Regulatory Redox Interactions. (Pubmed, Hrsg.)
  • Mustacich , D., Bruno, R., & Traber, M. (2007). Vitamin E. (Pubmed, Hrsg.)
  • Najm, W., Reinsch, S., Hoehler, F., Tobis, J., & Harvey, P.