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Zink

Ein Schlüssel-Spurenelement für die Gesundheit

Zink, eines der essenziellen Spurenelemente im menschlichen Körper, spielt eine fundamentale Rolle bei zahlreichen physiologischen Prozessen. Man findet ihn in diversen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Meeresfrüchten, Nüssen und Samen. Seine vielfältigen Effekte reichen von der Stärkung des Immunsystems über die Regulation des Hormonhaushalts bis hin zur Förderung der äusseren Erscheinung von Haut, Haaren und Nägeln. Die Optimierung der kognitiven Leistungsfähigkeit des Gehirns unterstreicht die Bedeutung dieses Elements.

Zink und seine Vielseitigkeit in Physiologischen Prozessen

Mitochondrien und Energieproduktion:

Zink spielt eine essenzielle Rolle in den Mitochondrien, den Energiekraftwerken der Zellen. Es unterstützt Enzyme, die für die Energieproduktion und den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten unerlässlich sind. Die Einbindung von Zink in mitochondrialen Prozessen trägt zur Aufrechterhaltung einer optimalen Zellfunktion bei, was die Gesamteffizienz des Energiestoffwechsels fördert.

Oxidativer Stress und Entgiftung:

Zink agiert als Antioxidans und hilft, oxidativen Stress zu reduzieren. Es schützt Zellen vor schädlichen freien Radikalen und unterstützt gleichzeitig die Entgiftungsprozesse im Körper. Diese dualen Funktionen tragen zur Erhaltung der Zellintegrität bei und können möglicherweise vor verschiedenen Krankheiten schützen.

Haare, Nägel und Sehkraft:

Die positive Wirkung von Zink auf Haare und Nägel erstreckt sich über die Förderung der Zellteilung und Kollagenbildung hinaus. Es beeinflusst auch die Sehkraft positiv, indem es die Bildung von Retinol-bindendem Protein unterstützt, das für den Transport von Vitamin A zum Auge erforderlich ist.

Bindegewebebildung und Gedächtnisleistung:

Zink spielt eine Schlüsselrolle bei der Bindegewebebildung, was nicht nur für die Haut, sondern auch für die Stabilität der inneren Organe von Bedeutung ist. Darüber hinaus unterstützt Zink die Gedächtnisleistung und Lernfähigkeit, indem es an der Signalübertragung zwischen den Nervenzellen beteiligt ist.

Nervensystem und Immunsystem:

Das Nervensystem profitiert von Zink durch seine Rolle bei der Neurotransmitterfreisetzung und Synapsenbildung. Gleichzeitig stärkt es das Immunsystem, indem es die Bildung und Funktion von Immunzellen unterstützt.

Abwehrkräfte und oxidative Stressbewältigung:

Die Abwehrkräfte des Körpers werden durch Zink gestärkt, wodurch er besser in der Lage ist, Krankheitserreger zu bekämpfen. Diese Wirkung steht in direktem Zusammenhang mit der Fähigkeit von Zink, den oxidativen Stress zu bewältigen und somit die Zellen vor Schäden zu schützen.

Fehlende Vitamine und Spurenelemente:

Ein Mangel an Zink kann zu oxidativem Stress führen und die Aufnahme bestimmter Vitamine und Spurenelemente beeinträchtigen. Insbesondere kann Zinkmangel dazu führen, dass der Körper weniger effektiv mit Vitamin A umgeht, was wiederum die Sehkraft beeinflussen kann.

Herausforderungen der Zinkaufnahme & Nebenwirkungen

Die Aufnahme von ausreichend Zink über die Ernährung kann in bestimmten Regionen oder bei speziellen Ernährungsgewohnheiten herausfordernd sein.

Eine übermässige Zinkzufuhr kann mit unerwünschten Effekten wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Müdigkeit einhergehen. Es ist ratsam, die vorgeschriebene Tagesdosis von Zink zu respektieren und vor der Einnahme von Zink als Nahrungsergänzungsmittel eine Konsultation mit einem Arzt zu erwägen. Dies gilt insbesondere für Personen mit bereits bestehenden gesundheitlichen Problemen oder jene, die parallel Medikamente einnehmen.

Quelle
Letztes Update: Dezember 2023

  • Baltaci, A., Mogulkoc , R., & Baltaci, S. (2019). Review: The role of zinc in the endocrine system. (Pubmed, Hrsg.)
  • Dhaliwal , S., Nguyen , M., Vaughn , A., Notay , M., Chambers , C., & Sivaman, R. (2020). Effects of Zinc Supplementation on Inflammatory Skin Diseases: A Systematic Review of the Clinical Evidence. (Pubmed, Hrsg.)
  • Muhamed, P. K., & Vadstrup, S. (2014). Zinc is the most important trace element. Ugeskrift for laeger176(5). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25096007/
  • Nationale Verzehrsstudie II – Ergebnisbericht Teil 2. (o. J.). BMEL. Abgerufen 21. Dezember 2023, von https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/NVS_Ergebnis berichtTeil2.html
  • Uwe Gröber: „Orthomolekulare Medizin“, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008
  • Wessels , I., Fischer, H., & Rink, L. (2021). Dietary and Physiological Effects of Zinc on the Immune System. (Pubmed, Hrsg.)